Wir machten uns kurz noch Gedanken ob wir, im Vorbeigang, noch die Insel Rømø mitnehmen sollen. Das Wetter ist aber trüb und regnerisch, aus diesem Grunde lassen wir dieses Vorhaben wieder fallen.
Entgegen den Angaben vom Wetterfrosch, beginnt es pünktlich zu unserer Abfahrt ganz leicht zu regnen.
Ganz gemütlich fahren wir wiederum entlang der Margueritenroute Richtung Deutschland.
Dänemark und damit Skandinavien verabschiedet uns mit einigen kleinen Regengüssen, also so richtig ums Heulen ist es ihnen nicht ;-) und uns auch nicht ;-) Wir nehmen schon mit Bedauern von dieser wunderschönen Region Abschied, wissen wir doch nicht ob es uns vergönnt ist nochmals wiederzukommen, anderseits sind wir aber fast etwas übersättigt mit neuen Eindrücken und müssen das alles erstmal verdauen.
Nicht desto trotz geniessen wir auch die letzten Kilometer in diesem schönen Land.
Die praktisch unendlich scheinende Weite....
die sich im stetigen, starken Wind duckenden Dörfer und Weiler, die beeindruckenden Strodächer......
und verabschieden uns, am Grenzübergang bei Tønder, rüber nach Deutschland.
Landschaftlich ändert sich kaum etwas. Riesige Rotorenplantagen und schöne gepflegte Häuser.
Auf der Strasse bekommt man aber sofort die grössere Hektik zu spüren, die Abstände zwischen den Fahrzeugen sind nun plötzlich viel kleiner, die Ueberholmanöver viel häufiger, es herrscht eine gewisse Aggressivität, welche die letzten drei Monate kaum da war, und welche uns überhaupt nicht gefehlt hat.
Auf dem Camping "In Lee" in Westerndeichstrich treffen wir wieder mal während der Mittagsruhe ein. Zum Glück gehört ein kleines Cafe zum Platz. Wir stellen unser Gespann vor die Barriere und setzen uns in die Gartenwirtschaft nebenan. Bei Kaffee und Kuchen (Elsbeth - Bienenstich / ich - Kuchen mit Chrosle (Stachelbeeren)) fällt uns das Warten leicht. Pünktlich um 14 Uhr öffnet die Rezeption. Die Anmeldung wäre rasch erledigt, wenn nicht ein anderer Gast den Blumenstrauss auf der Theke samt Glasvase irrtümlich runterwischt. So müssen erst die vielen Glasscherben zusammengewischt und weggeräumt werden. Danach beziehen wir den schön grossen Platz 217 ganz in der Nähe der Sanitäranlage. Schnell sind wir eingerichtet und warten auf die Platzchefin, damit wir unser Stromkabel einstecken können. Das kommt nur mehr selten vor, dass die Elektrokästen abgeschlossen sind. Hier wird aber offenbar nicht pauschal sondern nach effektivem Verbrauch abgerechnet. Darum muss sie auch noch den Zählerstand ablesen. Eine recht aufwändige Angelegenheit; vor allem wenn die Gäste täglich wechseln.
Der Tisch liegt mit den Beinen nach oben da, weil heftige Sturmwinde über den Platz fegten und wir dem Tisch nicht nachrennen wollten.
Zum Znacht zaubert Elsbeth eine internationale Lasagne auf den Tisch.
International?
Ja:
- Teigwaren aus der Schweiz
- Fleisch aus Norwegen
- Käse aus Dänemark
- Pelati aus Italien
- Omnia-Backofen aus Schweden
- gegessen in Deutschland
und geschmeckt hat es den beiden Vagabunden vorzüglich!












